Kommentar zum Einzelhandelsgutachten

Die Grünen sehen sich vom Ergebnis des Einzelhandelsgutachtens bestärkt. „Im Bürgerbegehren haben wir maximal 1000 qm Textil gefordert, weil wir dort den größten Konsens mit allen sahen, die Bedenken gegen die geplante Bebauung haben. Damit sind wir vom Gutachter voll bestätigt worden“ sagt Lukas Hartmann. Besonders freuen sich die Grünen, dass der Gutachter auch Ihre Forderung stützt, in Miltenberg vor allem Wohnraum zu schaffen. Eine weitere Aussage des Gutachters ist, dass die optimale Chance für ein beiderseitiges Befruchten der Einkaufsareale “Innenstadt & Alter Bahnhof” die massive Aufwertung der Verbindungsstrecke dieser beiden Areale sein muss. Es hat sich zwar schon einiges getan, damit war wohl die Mainpromenade gemeint, allerdings befindet sich das Schwarzviertel immer noch im Dornröschenschlaf. Im Ortsverband ist man sich einig, dass sich hier in den kommenden Jahren noch viel tun muss, damit sich Einheimische wie auch Touristen auf den mehr als einen Kilometer langen Weg vom Alten Bahnhof zur Innenstadt und umgekehrt machen würden.

Die Bürgermeisterkandidatin Sabine Stellrecht-Schmidt sieht aber auch Schwächen im Gutachten: „Die seit dem letzten Gutachten neu entstandenen Einkaufsmöglichkeiten in Kleinheubach und Bürgstadt wurden nicht berücksichtigt. Da diese sich in unmittelbarer Nähe zum neuen Fachmarktzentrum befinden, müssen sie in einem Gutachten immer mitbetrachtet und untersucht werden. Solche Einkaufsgebiete haben immer Einfluss auf zukünftige Projekte gleicher Art.“

„Genau wie im Gutachten gefordert, sehen wir als oberstes Ziel die Innenstadt zu fördern!“, bekräftigt Dieter Heilemann, „Dies erreichen wir im ersten und zügigen Schritt, indem wir innenstadtnahen Wohnraum für mehr Bürger*innen schaffen, somit Wohnungsengpässe reduzieren, und Kaufkraft in unmittelbarer Nähe ansiedeln. Das Hauptaugenmerk muss hier allerdings in Mehrfamilienhäusern bzw. ähnlich geeignete Wohnformen liegen.“ Frank Küster weist darauf hin, dass die Grünen ihre weiteren Ideen in den kommenden Wochen aufbereiten und veröffentlichen werden.

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